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IPGATE AG · IP-Portfolio B · B2
Die Patentfamilie E141 führt HDS 2 ein – die dritte Generation der IBS-Druckregelungstechnologie von IPGATE. Sie kombiniert eine präzise Volumensteuerung über die Fördervorrichtung mit einer zeit- oder PWM-gesteuerten Regelung der Auslassventile und ermöglicht damit erstmals den gleichzeitigen Druckaufbau bei einem Verbraucher und den Druckabbau bei einem anderen.
Die Patentfamilie E141 beschreibt ein neuartiges Verfahren und eine Vorrichtung zur Druckregelung in elektrohydraulischen Systemen – klassifiziert als hochdynamisches Druckregelsystem der zweiten Generation (HDS 2). Das Herzstück von HDS 2 ist die Kombination einer präzisen Volumensteuerung über die Fördervorrichtung (Plunger, doppeltwirkender Kolben oder Rotationspumpe) mit einer gezielten Zeitsteuerung oder PWM-Steuerung der Auslassventile. Diese hybride Architektur erschließt alle Freiheitsgrade der Druckregelung: Der Druck kann in einem Verbraucher aufgebaut werden, während er gleichzeitig in einem anderen reduziert wird.
Die Patentfamilie E141 umfasst vier veröffentlichte deutsche Patentanmeldungen (E141DE · DE1 · DE2 · DE3), die alle eine Priorität vom 16. März 2015 haben. Zusammen schützen die vier Anmeldungen 12 eigenständige Erfindungen, die drei Arten von Abgabevorrichtungen (Kolben, DAP, Rotationspumpe), die Topologie des zentralen Auslassventils sowie die vibrationsfreie Druckregelung über einen PWM-Bypass abdecken.
HDS 2 ist das Ergebnis einer schrittweisen Weiterentwicklung der Druckregelung für das Brake-by-Wire-System bei IPGATE, bei der mit jeder Generation die Gestaltungsmöglichkeiten erweitert wurden.
Generation 1 · 2005 – MUX-Druckregelung (Patentfamilie E87 · 8 Patente · 624 Zitate): Kolbendruckregelung (PPC-Verfahren) über einen bürstenlosen EC-Motor mit Id/Iq-Vektorregelung, adaptiver Kennfeldsteuerung und sequenzieller MUX-Ventilsteuerung in einem geschlossenen Bremskreis. Einschränkung: Während des Druckabbaus an einem Rad ist ein gleichzeitiger Druckaufbau nicht möglich.
Generation 2 · 2009 — HDS 1 — Kolben-Durchflussregelung (Patentfamilie E102 · 10 Patente · 25 Kern-Erfindungen): Kaskadierte Kolben-Durchflussregelung mit simultanem/teilweise simultanem Betrieb. Innenregelkreis: Kolbenposition/Geschwindigkeit. Außenregelkreis: Solldruck über pV-Kennlinie. Ergänzt durch radselektive PWM-Ventilsteuerung und modellbasierte sensorlose Druckberechnung pro Rad.
Generation 3 · 2015 — HDS 2 — Hybride Druckregelung (Patentfamilie E141 · 4 Anmeldungen · 12 Erfindungen): Volumensteuerung + zeit-/PWM-gesteuertes Auslassventil. Alle Freiheitsgrade: gleichzeitiger Druckaufbau und -abbau. Drei Förderarten (Kolben, DAP, Rotationspumpe). Doppelsensorstrategie, zentrales Auslassventil, Mischen mit regenerativem Bremsen, vibrationsfreie Förderung über PWM-Bypass.
1. Hybridsteuerung mit Auslassventilen als zusätzlicher Freiheitsgrad – Druckreduzierung über als Regelkanal integrierte Auslassventile (AV): einzelne Radventile oder ein zentrales Auslassventil (ZAV). Die Fördervorrichtung fungiert als duales Regelelement: Während der Druckreduzierung steuert der Kolben den Druckgradienten aktiv über die Volumensteuerung und linearisiert so die nichtlineare Druckkurve des Auslassventils.
2. Drei Arten von Fördervorrichtungen – Kolbenpumpe (HDS 2.1): Doppelsteuerung für fein dosierte Reduzierung. DAP (HDS 2.2): Unterbrechungsfreier, kontinuierlicher Förderbetrieb vorwärts und rückwärts, wodurch das Volumenproblem strukturell gelöst wird. Rotationspumpe (HDS 2.3): Kostengünstig, erfordert eine Reduzierung am Auslassventil.
3. Doppelsensorstrategie mit Offset-Kompensation – Winkelsensor zur primären Druckregelung über die Fördermenge; Drucksensor zur Offset-Kalibrierung nach der Druckerleichterung am Auslassventil. Integrierte Redundanz für ausfallsichere Systeme der Autonomiegrade 3–5.
4. Lösung des Volumenproblems (HDS 2.1) – Bei Einhub-Kolbensystemen wird durch den ABS-Betrieb kontinuierlich Volumen entnommen. HDS 2 löst dieses Problem durch eine bevorzugte Volumenrückführung in die Arbeitskammer während der Steuerung, wodurch die herkömmliche Unterbrechung von 150 ms vermieden wird, die für den Kolbenrückzug und das Nachfüllen des Vorratsbehälters erforderlich ist.
5. Ventilreduzierung über ein zentrales Ablassventil (ZAV) – Asymmetrische Topologie: Das ZAV ist an mehrere Verbraucher angeschlossen; mindestens ein Verbraucher verfügt weiterhin über ein eigenes Ablassventil für eine schnelle selektive Reduzierung. Skalierbare Architektur, die die Anzahl der Magnetventile, die Kosten, den Einbauraum und das Gewicht reduziert.
6. Regeneratives Bremsen und fortschrittliche Fahrdynamik – Fein abgestimmte Kraftverteilung: Der Hydraulikdruck an der Generatorachse wird präzise an das schwankende Drehmoment des Generators angepasst, während gleichzeitig die konventionelle Achse gesteuert wird. Unterstützt eine radspezifische Kraftverteilung für die Allrad-Rekuperation und die Erzeugung eines Giermoments beim regenerativen Bremsen und Lenken.
7. Maximierung des Druckabfallgradienten – Bei Kolben- und DAP-Systemen: gleichzeitige Druckreduzierung über die Fördervorrichtung und das Auslassventil. Entscheidend für Oberflächen mit niedrigem Reibungskoeffizienten, bei denen der Gradient des Auslassventils allein physikalisch begrenzt ist.
8. Schwingungsdämpfung durch Auslassventil-Bypass – Ein PWM-gesteuertes Auslassventil wird gleichzeitig mit der Förderleistung geöffnet, um Druckspitzen und Oberwellen von Kolbenpumpen umzuleiten und zu glätten. Dies ermöglicht einen geräuscharmen, vibrationsfreien Druckaufbau und eine präzise dosierte Druckentlastung – unerlässlich für Premium-BEVs und autonome Fahrzeuge, bei denen Bremsgeräusche nicht mehr durch Motorengeräusche übertönt werden.
Die Patentfamilie E141 führt HDS 2 ein – die dritte Generation der IBS-Druckregelungstechnologie von IPGATE. Sie kombiniert eine präzise Volumensteuerung über die Fördervorrichtung mit einer zeit- oder PWM-gesteuerten Regelung der Auslassventile und ermöglicht damit erstmals den gleichzeitigen Druckaufbau bei einem Verbraucher und den Druckabbau bei einem anderen.
Übersicht über die Erfindung
| Erfindung | Kat. | Beschreibung | Stichwort |
|---|---|---|---|
| E141DE A1 | HDS 2.1 | Druckgeregelte Fördervorrichtung (Zylinder-Kolben-Einheit) als Stellantrieb. Druckminderungsregelung im offenen Bremskreis über AV + EV mit druckgeregelter Kolbennachführung (Volumennachführung). Linearisiert die nichtlineare Druckkurve des Auslassventils über die Volumenregelung. | Hybridsteuerung mit Kolben |
| E141DE1 A1 | HDS 2.1/2.2/2.3 | Fördervorrichtung (Einhubkolben, doppeltwirkender Kolben oder Rotationspumpe) mit variablen Druckminderungsmodi (AV und/oder Volumenentnahme) in Kombination mit einer gleichzeitigen bzw. teilweise gleichzeitigen Druckregelung für mehrere Verbraucher im Bremskreis. | HDS 2 – universelle Methode |
| E141DE1 A6 | HDS 2.1/2.2/2.3 | Anwendung der HDS-2-Methode in automatischen Fahrzeugsteuerungssystemen: ABS, ESP und/oder TCS. Schutzumfang, der sich auf alle aktiven fahrdynamischen Eingriffe erstreckt. | HDS 2 mit ABS/ESP/TCS |
| E141DE1 A7 | HDS 2.2/2.3 | Antriebssystem mit variablen Druckminderungsmodi und simultaner bzw. teilweise simultaner Steuerung der Komfortfunktionen: Einbindung des regenerativen Bremsens, Erzeugung eines Giermoments, radspezifische Rekuperation. | HDS 2 – regeneratives Bremsen |
| E141DE2 A1 | HDS 2.1/2.2/2.3 | Hybride Ventilarchitektur mit einem zentralen Auslassventil (ZAV), das mit mehreren Verbrauchern verbunden ist, sowie mindestens einem individuellen Verbraucherauslassventil. Die asymmetrische Topologie ermöglicht eine radspezifische ABS-/ESP-Dynamik und reduziert gleichzeitig die Gesamtzahl der Ventile. | ZAV-Ventilreduzierungsverfahren |
| E141DE2 A8 | HDS 2.1/2.2/2.3 | Hardware-Schutz für die asymmetrische Auslassventil-Topologie: System mit ZAV für mehrere Verbraucher sowie mindestens einem einzelnen Verbraucherauslassventil. | ZAV-Gerät |
| E141DE3 A1 | HDS 2 | Gleichzeitiger Druckaufbau über EV bei einem Verbraucher bei gleichzeitigem Druckabbau über AV/ZAV bei einem anderen Verbraucher, angetrieben durch eine einzige Fördervorrichtung. Kernaussage für vollständige gleichzeitige Bewegungsfreiheit in HDS 2. | Gleichzeitiger Aufbau / Freisetzung |
| E141DE3 A5 | HDS 2.1 | Gleichzeitiges Öffnen von EV und AV (vorzugsweise PWM-gesteuert) während der Nachspeisung für eine vorgegebene Druckkurve ohne Druckschwankungen im Verbraucher. Beseitigt Oberschwingungen – ermöglicht eine geräuscharme, vibrationsfreie Druckregelung in BEVs. | Vibrationsfreie Nachlieferung |
| E141DE3 A7 | HDS 2.2/2.3 | Durchflussvorrichtung (DAP oder Rotationspumpe) für den Simultangebrauch: Druckminderung über AV bei einem Verbraucher bei gleichzeitiger Druckerhöhung oder -minderung bei einem anderen Verbraucher über die Durchflussvorrichtung. | Vorrichtung für den Simultangebrauch |
Familienübersicht
| Aktenzeichen | Land | Status | Typ | Antragsnummer | Abgelegt | Fördernummer | Zugegeben |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| E141DE | DE | In Bearbeitung | Master-Bewerbung | 10 2015 103 858 | 16. März 2015 | DE102015103858A1 | — |
| E141DE1 | DE | In Bearbeitung | Bereichs- | 10 2015 017 586 | 16. März 2015 | DE102015017586A1 | — |
| E141DE2 | DE | In Bearbeitung | Bereichs- | 10 2015 017 587 | 16. März 2015 | DE102015017587A1 | — |
| E141DE3 | DE | In Bearbeitung | Bereichs- | 10 2015 017 588 | 16. März 2015 | DE102015017588A1 | — |
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